Biologische Station - Naturzenter SIAS

Naturschutz in den SIAS Gemeinden

Unsere Biologische Station und das Naturzenter sind die idealen Instrumente, die Herausforderungen und nötigen Projekte zum Erhalt der Biodiversität und somit zum Schutz unserer natürlichen Grundlagen anzugehen und umzusetzen. Die Biologische Station und das Naturzenter SIAS befassen sich nicht nur mit dem Schutz seltener Tier- und Pflanzenarten, sondern steht auch Ihnen, der lokalen Bevölkerung, in Fragen zum Natur- und Umweltschutz zur Verfügung. Nutzen Sie diesen Service und schalten Sie sich aktiv in den Naturschutz in unseren Gemeinden ein.

Obstsortenvielfalt in unseren Bongerten

Die Wanderung zum Thema Obstsortenvielfalt in den Bongerten der Region Osten stieß auf großes Interesse. 30 Obstbau-Interessierte hatten sich in Trintange eingefunden, um mit der Biologischen Station SIAS die Vielfalt an Sorten von heimischem Hochstamm-Obst zu entdecken. Der Pomologe Richard Dahlem von natur&ëmwelt konnte zahlreiche Apfel- und Birnensorten beschreiben und zur Verkostung anbieten. In den traditionellen Bongerten findet man wahre Schätze an alten Obstsorten, die auch von kulturhistorischer Bedeutung sind. Die Biologische Station SIAS vermehrt solche Sorten und pflanzt sie in den Bongerten wieder aus. Interessierte Streuobst-Liebhaber können sich mit der Biologischen Station des Syndikates SIAS in Verbindung setzen, wenn Sie Interesse an solchen Bäumen haben.

Méi Biodiversitéit an onse Gemengen

Im Rahmen der vielfältigen Aktivitäten der Biologischen Station SIAS zu Förderung der Biodiversität in den 16 Partner- und Mitgliedsgemeinden des Syndikates, fanden zwei Fortbildungsveranstaltungen für die Beschäftigten der kommunalen Gärtnereien und technischen Dienste statt. Im Rahmen von halbtägigen Workshops wurde praktisches Wissen zum Thema naturnahe Grünanlagen und die Verwendung von pestizidfrei produzierten Zierpflanzen vermittelt. Den Gemeinden des SIAS ist es ein wichtiges Anliegen, auch innerorts Lebensräume für die Tier- und Pflanzenwelt zu schaffen, dies durch naturnahe Wiesenflächen, heimische Sträucher und vielfältig Rabatten.

Die beiden Veranstaltungen fanden großen Anklang. Dipl.Ing. für Landschaftsplanung Carlo Mersch und Dipl.Ing. Agrar Marianne Kollmesch von der Emweltberodung Lëtzebuerg konnten wichtiges Fachwissen an die Teilnehmer weitergeben.

Die Biologische Station SIAS plant weitere Workshop für die kommunalen Mitarbeiter zu anderen Themen der Biodiversität.

Tag "ohne Pestizide" - ein voller Erfolg

Am Samstag, 25. März 2017 fand in Junglinster der Tag "ohne Pestizide" statt, organisiert von der Gemeinde Junglinster und deren Natur- und Umweltkommission und in Zusammenarbeit mit der Kampagne "Ohne Pestizide".

Den ganzen Bericht sowie Fotos finden Sie hier.

Infoblatt 2017

Informationen und Aktuelles rund um die Biologische Station SIAS.

Infoblatt 2017 (PDF)

Stop Pestiziden!

Die Regierung stellt derzeit einen Aktionsplan zur Reduktion des Pestizideinsatzes in Luxemburg zur Debatte. Dieser Plan muss unbedingt verbessert werden, denn er stellt nicht sicher, dass Pestizide ausreichend reduziert werden.

Machen Sie mit! Beteiligen Sie sich an der Aktion "Stop Pestiziden" !

Alte Obstsorten – Ein regionales Kulturgut

Ein wichtiges Projekt des Naturschutzes sind die Streuobstwiesen (Bongerten), die den Charakter unserer acht Gemeinden maßgeblich prägen. Neben der Pflanzung neuer Obstbäume sowie der Pflege der Altbestände hat sich die Biologische Station-Naturzenter SIAS in den vergangenen Jahren intensiv mit der Erfassung und Erhaltung alter, regionaltypischer Obstsorten befasst. Viele der historischen Sorten sind heute in keiner Baumschule mehr erhältlich, kommen oft nur sehr lokal vor und drohen auszusterben. Mit ihnen verliert die Region ein Stück ihres kulturellen Erbes.

Die Biologische Station-Naturzenter SIAS hat diese alten Obstsorten in den Bongerten erfasst, in eine Datenbank eingespeist und seltene, regionaltypische Sorten auf junge Bäume veredelt („geprafft“), um sie fachgerecht zu vermehren. Ziel ist es, ein Netzwerk sogenannter „vergers conservatoires“ anzulegen, in dem die alten Sorten auf jungen Bäumen für die kommenden Generationen erhalten bleiben.

Sollten Sie in Ihren eigenen Obstwiesen Apfel- oder Birnensorten ernten, deren Sorten Sie nicht kennen, können Sie sich gerne an die Biologische Station SIAS wenden, um die Früchte bestimmen zu lassen.

Pressemitteilung (PDF)

Wildbienen

Die unterschätzten Bestäuber unserer Landschaft.

Die Situation der Honigbienen hat sich in den letzten Jahren drastisch zugespitzt. Weltweit berichten Imker von einem dramatischen Rückgang ihrer Bienenvölker. Die Honigbiene wird gerne als Aufhänger für das große Bienensterben genutzt, da sie den meisten Leuten als Honigproduzent und Bestäuber bekannt ist. Doch auch Wildbienen, von denen es in Luxemburg fast 350 Arten gibt, spielen eine sehr wichtige – und oft unterschätzte – Rolle als Bestäuber. Neue Studien haben ergeben, dass der Ertrag in der Obstproduktion um bis zu 30% erhöht werden kann, wenn viele Wildbienenarten vorhanden sind. Insgesamt wird der Wert der Bestäubung durch Bienen weltweit auf 153 Milliarden Euro geschätzt.

Verger conservatoire Birelerhaff, Sandweiler

Ein lebendiges Kirschsortenmuseum entsteht.

Ein wichtiges Projekt des Naturschutzes sind die Streuobstwiesen (Bongerten), die den Charakter unserer acht Gemeinden maßgeblich prägen. Neben der Pflanzung neuer Obstbäume sowie der Pflege der Altbestände hat sich die Biologische Station-Naturzenter SIAS in den vergangenen Jahren intensiv mit der Erfassung und Erhaltung alter, regionaltypischer Obstsorten befasst. Download Pressemeldung: Deutsch - Français (PDF)

Nisthilfen für den Weißstorch im Syrtal

Auf den Wiesen entlang des Oberlaufs der Syr im Europäischen Vogelschutzgebiet des Syrtals rasten regelmäßig auch Weißstörche auf ihrem Zug von Afrika in die Brutgebiete in Mittel- und Nordeuropa. Vor 20 Jahren bereits errichtete natur&ëmwelt mit Unterstützung der CEGEDEL (heute enovos) drei Plattformen im Syrtal, die als Nester für den Weißstorch geeignet sind. Die Kunsthorste haben einen Durchmesser von rund 1,50 m und sind in einer Höhe von etwa 12 m angebracht.

Die Tatsache, dass der Weißstorch im vergangenen Jahr erstmals in Luxemburg gebrütet hat und erfolgreich zwei Jungvögel großziehen konnte, hat die Biologische Station-Naturzenter SIAS dazu ermutigt, die Plattformen im Syrtal wieder mit Nistmaterial auszustatten. Mit der tatkräftigen Unterstützung der Natur- und Forstverwaltung wurden in den vergangenen Tagen Nester aus Weidenmaterial auf den Plattformen installiert. Auf diese Weise sollen durchziehende Weißstörche gute Nistbedingungen im Syrtal vorfinden.

Der Weißstorch (Wäisse Stuerk) ist ein Charaktervogel der offenen Kulturlandschaft, der aber im vergangenen Jahrhundert u.a. durch die Trockenlegung von Feuchtgebieten in Mitteleuropa dramatisch im Bestand abgenommen hat. Er ernährt sich von Kleintieren wie Fröschen, Schlangen, Nagetieren etc., die er in offenem Gelände stolzierend erbeutet. Ende August zieht er nach Afrika und kehrt im März zurück.

Bis auf die Brut in Schifflange-Dumontshaff aus dem vergangenen Jahr gibt es aus Luxemburg keine gesicherten Nachweise, ob der Weißstorch früher bereits hierzulande gebrütet hat.

Dennoch werden Weißstörche regelmäßig in Luxemburg gesichtet. Hier handelt es sich meist um Tiere auf dem Weg in ihre Brutgebiete oder zurück in ihre Winterquartiere in Afrika, die kurz bei uns rasten.

Es bleibt zu hoffen, dass diese beeindruckenden Vögel im Europäischen Vogelschutzgebiet entlang der Syr einen geeigneten Lebensraum und ausreichend Nahrung finden und hier heimisch werden.

Achtung!

Gesundheitsgefahr durch invasive Pflanzen: Der Riesenbärenklau (PDF)

Anschrift:

Biologische Station - Naturzenter SIAS
5, rue de Neuhaeusgen
L-2633 Senningerberg

Tel.: 34 94 10 - 25, - 26, -27
Fax: 34 94 10 - 40
Email: sias@sias.lu